Beweidung
 
   

Seit dem Jahr 1998 wird das Gebiet von Rindern beweidet. Davor mähten Lohnunternehmer Flächen im Winter, wo im Sommer kein Heu gemacht werden konnte. Das Mähgut wurde kompostiert. Da dies auf Dauer zu teuer war, begann man mit der Beweidung durch Rinder. In Randbereichen außerhalb des NSGs im Süden und Nordwesten wurden weitere Ackerflächen in Grünland umgewandelt und ebenfalls beweidet. Im Jahr 2009 ließen die Naturschutzbehörden eine Schutzhütte für das Weidevieh errichten. Im Winter 2010/11 folgte eine weitere Hütte im Norden des Gebiets. In den Jahren 2008 – 2011 wurde ein stabiler Weidezaun um das Bingenheimer Ried errichtet. Heute wird die gesamte Fläche beweidet, wobei die Kernzone während der Brutzeit ausgenommen ist. Die Rinder weiden auch in den nassen Flächen, wenn diese nicht abgeteilt werden.
25.4.2019

Exmoor-Pony-Projekt der Nabu-Gruppe Bingenheim endet im Desaster.

Im Jahr 2011 erwarb die NABU-Gruppe Bingenheim drei trächtige Exmoor-Ponystuten, die die Rinder bei der Beweidung unterstützen sollten. Die Hengstfohlen bestiegen ihre Mütter, was dann später der dazugekaufte Hengst übernahm. Die  Gruppengröße stieg so auf 14 Tiere an.
Welche Probleme gab es? Kein Mitglied des NABU-Vorstands hatte Erfahrung mit der Haltung oder sogar Zucht dieser Pferderasse.
Es wurde nicht ausreichend recherchiert, ob diese Pferderasse überhaupt für die Haltung auf diesen fetten und teilweise nassen Wiesen  geeignet ist. Offensichtlich dachte der Vorstand der NABU-Gruppe für Naturschützer gelten Verordnung und Gesetze zur Tierhaltung und zum Schutz der Tiere nicht. Die Fohlen wurden nicht ordnungsgemäß registriert und waren so praktisch unverkäuflich. Die Pferde sollten die Rinder bei der Beweidung unterstützen und das fressen, was die Rinder stehen ließen. Ob das dann wirklich eintrat wurde nie wissenschaftlich untersucht. Eine Erfolgskontrolle gab es, wie leider häufig im Naturschutz, nicht.
Die Tiere bekamen alle eine Hufkrankheit, die dann nicht ordentlich behandelt wurde. Als das Projekt im späten Frühjahr beendet werde musste, hatten alle Tiere starkes Übergewicht und waren krank. Das Veterenärsamt hatte Anzeige gegen den Vorstand der NABU-Gruppe gestellt. Die vier Pferde mit Papieren wurden geschlachtet. Der Rest wurde weggegeben. Das Ganze endete mit hohen finanziellen Verlusten für die NABU-Gruppe Bingenheim. Leider wurde bisher auf der Homepage der Gruppe nicht darüber berichtet. So dürfen andere dieselben Fehler wieder machen, was ich mit diesem Bericht verhindern möchte. Gerne veröffentliche ich hier auch die Sicht des Vorstands der Nabu-Gruppe Bingenheim, wenn dieser das wünscht.
19.1.2020:
27.2.2019: